Das Wunder der Auferstehung

„Das Wunder der Auferstehung“

Schneppenbacher Vorschüler spüren Jesu Weg von Palmsonntag bis Ostern nach.

Ostern ist das wichtigste Fest für uns Christen, denn wir feiern die Auferstehung Jesu, die Basis unseres Glaubens. Kindergartenkinder jedoch verbinden Ostern mit Eiern, Hasen und Süßigkeiten. Der wahre Hintergrund warum wir dieses Fest feiern ist meist unbekannt. Umso mehr freuten wir uns auf eine meditative Erzählrunde mit der Pastoralreferentin Katja Roth im Schneppenbacher Pfarrheim. Unser Motto an diesem Morgen: „Wir hören aus Jesu Leben von Palmsonntag bis Ostern“. Die Neugier der Kinder war sofort beim Öffnen des Meditationsraumes geweckt. „Was sollte der mit Tücher ausgelegte Weg mit Kerze, Esel, Palmzweigen, Wasserschüssel und Brot?“ Nach einem kurzen Brainstorming „Was Ostern für die Kinder bedeutet“, schilderte Frau Roth sehr sensibel und mit kindgerechten Worten wie die letzten Tage im Leben Jesu verliefen. Die Kinder hörten vom Einzug in Jerusalem, der Fußwaschung, dem Abendmahl, dem Verrat eines Freundes und der Verhaftung. Die einzelnen Stationen wurden an Hand von Bildern, Liedern, der Wasserschüssel sowie der Brotteilung verdeutlicht. Das Löschen der Jesukerze, die uns den Weg über begleitete, symbolisierte das Sterben am Karfreitag. Während der „ruhigen dunklen Tage“ wurde eine Schweigeminute eingelegt. Umso mehr überwältigte uns am Ostersonntag die goldene Sonne, die sinnbildlich für die Auferstehung stand und mit dem Lied: „Wir singen vor Freude Ostern ist da“ begrüßt wurde. Wir alle sind froh, dank Frau Roth, so ein schwieriges Thema wie Tod und Auferstehung den Kindern in dieser meditativen Form mit der Losung: „Gott liebte seinen Sohn so, dass er ihn nach dem Tod wieder auferstehen ließ“, näher gebracht zu haben.

Leo Löwe hat Bauchweh

„Die Vitamindetektive“ – Warum hat Leo Löwe Bauchweh!

Kreuzapotheke begibt sich mit Schneppenbacher Vorschülern auf die Suche nach guten und schlechten Kraftstoffen.

 

Bereits in den ersten Lebensjahren werden die Ernährungsgewohnheiten eines jeden Menschen geprägt. Grundsteine für eine ausgewogene Ernährung sollten deshalb schon in früher Kindheit gelegt werden. Auch unser Kindergarten setzt einen hohen Wert auf eine abwechslungsreiche gesunde Ernährung - so gibt es z.B. täglich frisches Obst, das von den Eltern für den gesamten Kindergarten eingekauft und gespendet wird. Besonderes Augenmerk liegt hier beim Einkauf auf saisonalem Obst.

Als wir von dem Programm der Vitamindetektive, ein Projekt der bayerischen Apotheken hörten, nahmen wir gerne das Angebot der Kreuzapotheke Schöllkrippen an. Diese Präventionsmaßnahme setzt sich aus zwei Einheiten einem theoretischen und einem praktischen Baustein zusammen. Am ersten Tag besuchte uns Jeanette Pistner,……………, mit ihrem über Bauchweh klagenden Leo Löwe, der sich im Urlaub total übergessen hatte. Mit den Kindern wollte sie Leo Löwe aufzeigen welche guten Kraftstoffe und Vitamine der Körper braucht, um gesund zu bleiben. Ein optisches Highlight war ein Teppich mit der Ernährungspyramide, der aufzeigte wie viele Portionen der verschiedenen Lebensmittel man täglich braucht. Ihre detektivischen Fähigkeiten konnten die Kinder bei einem Zuordnungsspiel von Bildkarten - wertvolle Energielieferanten oder nicht? - einsetzen. Da Frau Pistner den Begriffen Eiweiße, Vitamine, Fette, Kohlehydrate Namen wie Familie Durstig, Milli Milch, Willi Wurstig, Betty Butter oder Frau Schleck zuordnete holte sie die Kinderauf ihrem bisherigen Erfahrungsfeld ab und erzielte trotz vieler Theorie einen hohen Unterhaltungsfaktor. Voll konzentriert meinte ein Kind z.B. bei den Ölen und Fetten: “Ich glaube, das ist die Familie Fett.“ Faszinierend waren unsere Vorschüler auch von der Messskala „Hand“. Verbindlich für alle Erwachsene und Kinder gilt und bitte nicht schummeln: eine ausgestreckte Hand entspricht einer Portion Brot oder z.B.; die geballte Faust bestimmt die Größe eines Apfels oder auch die Menge von Süßigkeiten bestimmt.

                                                               

Die Kuh macht muh

Lernen durch Erleben!

Schneppenbacher Vorschüler besuchen „Birkenhof“ in Westerngrund.

Echte Bauernhöfe kennen Kinder meist nur noch aus Bilderbüchern oder dem Fernseher. Einen Bauernhof hautnah zu erleben, Bauernhoftieren ohne Berührungsängste zu begegnen und zu sehen, wo unsere Milch herkommt, war der Anlass Kontakt mit der Familie Ries in Westerngrund aufzunehmen. Unsere Auswahl fiel insbesondere auf den „Birkenhof“ weil er im Besitz einer sogenannten „Milchtankstelle“ ist und die Kinder so lernen, dass Milchkauf nicht nur im Supermarkt möglich ist.

Nach der freundlichen Begrüßung des Ehepaares Ries ging es im anschließenden Rundgang durch zwei große luft- und lichtdurchflutete Laufstallungen. Bei den ca.180 schwarz- weißen Kühen standen vor allem die süßen Kälbchen im Fokus. Ohne größere Scheu ließen sich die Kinder von den Jungtieren beschnuppern und ihre Hände von den nassen Zungen ablecken, bei den ausgewachsenen Tieren reagierten die meisten etwas zurückhaltender. Der Besuch des Aussiedlerhofes gestaltete sich für die Kinder sehr erlebnisreich und informativ. Unsere Vorschüler wissen nun wofür man einen „Nuckeleimer“ braucht, dass es in einem Kuhstall auch eine Wellnessoase mit elektrischen Massagebürsten gibt und Kühe nicht mehr von Hand gemolken werden, sondern von einem Melkroboter. Außerdem erfuhren sie welche Lebenserwartung eine Kuh hat, wie oft sie kalbt und wieviel Liter Milch sie täglich gibt. Eine ganz neue Erfahrung war das Tanken frischer Milch am Zapfhahn. Mit Kakao im Rucksack, den die Kinder als Abschlussgeschenk bekamen, trugen wir unsere vollen Milchbehälter, darunter auch eine vollgefüllte originale Milchkanne den weiten Weg in den Schneppenbacher Kindergarten zurück.

Den Versuch, wie unsere Omas und Opas. die Milch mit der Kanne zu schleudern unterließen wir, weil die Milch am nächsten Tag zur Nahrungszubereitung verwendet werden sollte. Fazit vieler Kinder: „Ich getrau mich jetzt auch eine Kuh zu streicheln. Ich habe keine Angst mehr davor.“

Vielen Dank an die Familie Ries, dass sie sich in ihrem durchgetackteten Arbeitsalltag die Zeit genommen hat unseren Kindern Einblick in die Strukturen und Abläufe moderner Milchwirtschaft zu zeigen.

Aus diesem Haus kommst du schöner raus

Aus diesem Haus kommst du schöner raus!

Schneppenbacher Vorschüler nehmen Einblick in das Berufsfeld eines Friseurs.

Auf der Suche nach noch existierenden Betrieben in Schneppenbach fiel unsere Auswahl auf das Friseurgeschäft Panzer´s Hairstyling. Mitinhaberin Jessika Kress, früher selbst Kindergartenkind in unserer Einrichtung, gab uns ohne zu zögern einen „Friseurtermin“, an dem wir einen umfassenden Einblick in die Arbeit einer Friseurin nehmen durften. Die Kunden waren überrascht als sie am frühen Morgen die kleinen Lehrlinge im Salon entdeckten. Unter der fachgerechten Anleitung von Jessica und ihrer Schwester Sabine Panzer durften die Kinder an ihren mitgebrachten Modellen – ihre Erzieherinnen saßen Probe – richtiges Kämmen, waschen mit Bürstenmassage, föhnen und stylen üben. Dabei lernten sie die vielen Handwerkzeuge, ihre Namen und Einsatzmöglichkeiten wie Lockenwickler, Glätt-, Lockeneisen oder Hairmaster kennen. Ein wichtiger Input für Mädchen war, dass man das lästige Zippen bei langem Haar vermeidet. wenn man mit dem Auskämmen am unteren Ansatz beginnt und sich dann nach oben arbeitet. Analog erfuhren sie auch wie wichtig ein Kundengespräch vor und während der Haarpflege ist. Bei einer Bürstenkopfmassage an einer Stammkundin, die großes Gefallen an unseren Jungfriseuren und deren Elan hatte, konnte jedes Kind erste Erfahrung in Gesprächsführung machen. Wie Friseurkunst und Handwerk zusammenhängen war am Ende des informativen Vormittags allen selbstverständlich: „Weil man alles mit der Hand machen muss!“

Bevor uns das Friseurteam mit einem „Kinderfrühstück“ überraschte, stand noch einmal der rätselhafte Haarabsauger des Geschäfts im Focus. Ruck zuck wurden alle im Geschäft geschnittenen Haaren zum Bodensauger transportiert. Als die Haare in das Innere verschwunden waren gaben sie keine Ruhe bis sie auch einen Blick in das Innenleben werfen durften. Danke für den interessanten Ausflug in das Berufsbild eines Friseurs, die Möglichkeit zum eigenständigen Ausprobieren und die entgegengebrachte Freundlichkeit sagen die Schneppenbacher Wackelzähne und das Personal, dass an diesem Morgen frisch gelockt und gestylt das Friseurgeschäft verlies.

 

 

 

Neujahr

Neujahrsbrunch - mit dem persischen Mars ins neue Jahr.

Fast schon traditionell startet das neue Jahr im Schneppenbacher Kindergarten mit einem Neujahrsfrühstück. Die Vorschüler laden an diesem Vormittag alle Eltern, Großeltern, Freunde und Gönner ein, um sich für das vergangene Jahr zu bedanken und eine Vorausschau auf das kommende zu werfen. Das von den Eltern gesponserte Frühstücksbuffet ließ auch dieses Mal keine Wünsche offen, so dass es manchem schwer fiel eine erste Auswahl zu treffen. Einen kulturellen Augenschmaus bot die für diesen Anlass vorbereitete Vernissage. Das Jahresthema „Unser Dorf“ versuchte Doris Aull, die kreative Montagsfrau in der Wackelzahngruppe, mit den Kindern am Vorbild berühmter Maler aufzuarbeiten. Die Ergebnisse im Stil von Vincent van Goghs Naturimpressionen konnten sich sehen lassen. Kaum zu glauben, dass sie durch Kinderhand entstanden sind.

Damit unsere Synapsen Verbindungen auch im neuen Jahr funktionieren, wurden sie mit motorischen Finger und Sprachübungen wie „Ich bin topfit“ , mit dem persischen Marsch und dem Sprechspiel „ Bi – bi – li - hotten - totten -bodos – co – dutten - dotten“ auf Trapp gebracht.

Nach diesem kurzweiligen Event möchten wir uns noch einmal bei allen Erwachsenen für das geschenkte Vertrauen, das Teilen von Werten und Ideen sowie der guten Zusammenarbeit bedanken. Unseren Vorschülern wünschen wir ein erlebnisreiches letztes Kindergartenhalbjahr: „Das neue Jahr soll Glück dir bringen, du sollst tanzen, lachen, singen.“  

 

Es weihnachtet sehr

„Es weihnachtet sehr….“

Schneppenbacher Vorschüler erleben Weihnachtszauber im Puppen- und Spielzeugmuseum Wilhelmsbad.

Welches Kind steckt nicht gerade jetzt in den letzten Tagen vor Weihnachten voller Erwartungen und Vorfreude. Die Wunschzettel sind geschrieben, der Tannenbaum steht schon auf dem Balkon, die Adventskalendertürchen sind fast alle geöffnet, aber die Zeit bis zum Weihnachtsabend ist für sie überdimensional lang. Um diese abzukürzen und den Kindern einen Eindruck zu vermitteln wie und mit was Kinder in den vergangenen Jahrhunderten gespielt haben, statteten wir kurz entschlossen dem Hanauer Puppen und Spielzeugmuseum einen Besuch ab. Nach der immer wieder aufregenden Anreise mit Bus und Bahn – sind alle Kinder, Mützen, Täschchen nach dem mehrmaligen Umsteigen noch vollzählig-, versetzte schon der Staatspark Wilhelmsbad die Kleinen in Erstaunen. Noch glücklicher waren sie über die Aussage der Museumsmitarbeiterin, dass sie in der Ausstellung nicht nur schauen, sondern auch spielen dürfen. Nach kurzer Frühstückspause in dem uns zur Verfügung gestellten Aufenthaltsraum, war ihr Spieledrang nicht mehr zu bremsen. Da sich die gesamte Ausstellung auf einer Ebene befand, die vielen Zimmern durch offenstehende Türen frei begehbar waren, konnte jeder einzelne nach eigenem Interesse auf Erkundungstour gehen. Sofort wurde die Holzmodelleisenbahn in Beschlag genommen. Ein weiterer Renner war der flotte Sportflitzer im Flur, der von der Mädchengruppe mit abwechselnden Fahrerinnen für einen „Betriebsauslug“ genutzt wurde. Ebenso brachte ein geheimnisvoller roter Schrank eine ansehnliche Kleidersammlung vom Wikinger, Ritter, Prinzessin, Elfe usw. für Rollenspiele zum Vorschein. Einziger Wehmutstropfen: die riesengroße Carrerabahn kann man nur mit vorheriger Anmeldung nutzen. So beschäftigt hatten auch die Erwachsenen die Gelegenheit in die Welt ihrer Kindheitstage einzutauchen oder sich für ein paar Minuten in dem wunder schön geschmückten Museums Café zu entspannen. Viel zu schnell verging unser Spielevormittag im Puppenmuseum. Um eine Erfahrung reicher traten wir gut gelaunt und etwas erschöpft unsere Heimreise an. Fazit: „Ein zweiter Besuch wäre keinesfalls langweilig und wir sind ein Tag näher an Weihnachten ran!“ Wir wünschen all unseren Kindern ein gesegnetes Weihnachtsfest, dass alle ihre Wünsche in Erfüllung gehen, abwechslungsreiche Ferien und einen guten Start ins Jahr 2019!

Der Nikolaus geht in Rente

Schade, unser Nikolaus geht in Rente.

Schneppenbacher Kindergartenkinder feiern zum letzten Mal mit ihrem langjährigen Nikolaus.

 

Nach 40-jähriger Tätigkeit als Nikolaus im Schneppenbacher Kindergarten gibt Günther Wollinger, bekannt als Religionslehrer in der Schöllkrippener Mittelschule, seinen Bischofsstab, Mitra und Mantel ab. Schon zu Zeiten seiner fünf Kinder agierte er in den 80er Jahren als moderner Nikolaus. Gemeinsam mit den Kindern verwandelte er sich in einen Bischof, wobei er schon während des Umziehens die Kinder in sein Spiel miteinbezog. Er kam nicht als polternder Nikolaus, nein, er war ein Geschichtenerzähler, dem die Kinder gerne zuhörten.

Vor ihm brauchte man keine Angst zu haben. Früher wurde die Person des Nikolauses gerne als   allwirkendes Erziehungsmittel eingesetzt. Bei uns freuten sich die Kinder jedes Jahr schon auf „Herrn Wollinger“, weil er den Kindern vertraut war und weil er die Heiligenlegenden bzw. die wunderbaren Taten des Nikolauses mit ihnen im Rollenspiel darstellte. Wenn die Jungs als Seemänner auf einem Schiff mit dem Sturm kämpften, die Mädchen die armen Töchter des Kaufmannes imitierten und alle dem Nikolaus beim Spendensammeln behilflich waren, gab es kein Zähneklappern oder sonstige Beklemmungen. In den vergangenen 40 Jahren hörte unser Nikolaus nicht nur die unterschiedlichsten Nikolausgedichte sowie -Lieder er musste zum Schluss in drei verschieden Altersgruppen altersspezifisch agieren. Hieran sieht man, dass auch bei einem „Heiligen Mann“ die Zeit nicht stille steht, alles ist in Veränderung. Seine Aussage bei unserer diesjährigen Feier, dass jeder in seinem Leben ein bisschen Wohltäter sein kann war eine Ergänzung zu unserem neu gelernten Nikolausgedicht.: „……..zeig uns wie man fröhlich gibt, wie man hilft und wie man liebt.“

Das gesamte Personal und die Kinder sagen Danke für die schöne Zeit und wünschen unserem Nikolaus einen wohlverdienten Ruhestand.